Wir machen Urlaub 

vom 3.8.20 bis 14.8.20

Vertretung:

Fr. Moldabajewa                                   Dr. Schmölz-Hefele

Alte Weberei 12                                   Kaiser-Max-Str. 25 

Tel: 31 84                                                            Tel: 1 40 10

Dr. Ehrensberger

Neuer Markt 19

Tel : 6 53 80

 

 

 

Handreichung der Kinder- und Jugendärzte für Kindertagesstätten bei Hinweis auf banalen Infekt

  • -  leichter Schnupfen, wenig und klares Sekret

  • -  Körpertemperatur unter 38°C

  • -  leichter, trockener Husten, weniger als 8x pro Stunde

  • -  leichte Halsschmerzen

  • -  leichte, kurz andauernde Kopfschmerzen

  • -  Kind isst und trinkt wie immer und wirkt gesund

    Diese Kinder können unserer Ansicht nach in der Einrichtung verbleiben-natürlich unter genauerer Beobachtung durch die Mitarbeiterinnen der KiTa ́s und – bei der Abholung – unter Information der Eltern, falls es diesen noch nicht aufgefallen sein sollte.

    Kränker wirkende Kinder mit stärkeren Symptomen als oben beschrieben:

  • -  grünlich-gelbliches Sekret aus Augen und/oder Nase

  • -  starker, Husten >8 Stunden mit Rasseln

  • -  Temperatur >38°C

  • -  deutliche Schmerzen jeder Art und Lokalisation

    diese Kinder sollen gleich abgewiesen oder abgeholt werden.

    Eine Wiederaufnahme in die KiTa ist nach 48 Stunden ohne Fieber und 24 Stunden ohne Symptome einer Atemwegserkrankung ohne Risiko für Kind und Kita.
    Ein ärztliches Attest ist dafür nicht notwendig und nicht sinnvoll.

    Wie vereinbart, stellen wir bei Bedarf Atteste für chronisch Kranke Kinder aus (z.B. Heuschnupfen, Asthma bronchiale etc.).

- oder, im besonderen Ausnahmefall eines nicht lösbaren Konfliktes in der Einschätzung des Zustandes eines Kinder zwischen Eltern und KiTa-Leitung

Atteste als Gesundschreibung sind ansonsten nicht sinnvoll.

Corona-Tests (Abstrich oder Blutabnahme) in den Praxen führen wir nur bei entsprechendem Verdacht durch.

Mögliche Symptome einer Covid-19- Erkrankung:

Gliederschmerzen, unübliche Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Schüttelfrost, Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns.

 

Autor: W.Breiner, FA für Kinderheilkunde- Jugendmedizin, Marktoberdorf
Konsensuspapier der Kinder- und Jugendärzte Dr. Wolfgang Berger, Josef, Seidl, Dr. Holger Hedderich, Herr Walter Breiner, Dr. Gernot Adolph, Dr. Markus Lutz, Michael Pätzold, Dr. Alois Epp, Dr. Dorothea Koller, Dr. Winfried Lipp, Dr. Helmut Ehrensberger, Dr. Anne Schmölz-Hefele, Frau Irina Modabajewa, Dr. Volkmar Reschke, Dr. Stella Exner, Dr. Cornelia Hartmann, Frau Gabriele Schall,
Dr. Johannes Breuninger
Stand 23.07.2020

 

bvkj - Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte:

Gemeinsame Erklärung zur Ausstellung von Attesten bei krankheitsbedingten Fehlzeiten von Schülern

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Zahl der von Eltern an uns herangetragenen Attestwünsche im Falle krankheitsbedingter Fehlzeiten in der Schule ist hoch. In den Schulen gibt es offenbar eine sehr unterschiedliche Handhabung bezüglich der Attestpflicht.

Gängige Regelungen in einigen Schulen sind beispielsweise:

  • -  Generelle Attestpflicht ab dem dritten Krankheitstag, auch schon in der Unter- und Mittelstufe, selten im Grundschulbereich

  • -  Generelle Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag in Mittel- und Oberstufe; In der Kinder- und Jugendarztpraxis führt dies dazu,

  • -  dass für einen nicht unerheblichen Teil der betroffenen Kinder Termine vergeben werden müssen, deren Krankheit einen Arztbesuch nicht erfordert hätte,

  • -  Eltern für (nicht notwendige) ärztliche Atteste bezahlen müssen, da wir aus rechtlichen Gründen (Wettbewerbsgesetz §4 Abs. 11 und Ärztliche Berufsordnung §12) gezwungen sind, eine    Gebühr zu erheben, wenn das Attest keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse ist;

    Es besteht sicher Einigkeit darüber, dass die Teilnahme am Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Schullaufbahn und ihre aktive Teilhabe am sozialen, beruflichen und gesellschaftlichen Leben ist. Insofern haben wir Verständnis dafür, dass Schulen ihren Auftrag, Schulpflichtverletzungen zu verhindern ernst nehmen.

    Allerdings regelt das Berliner Schulgesetz die Handhabung von Fehlzeiten dahingehend, dass im Regelfall die Eltern für die Abmeldung und Entschuldigung ihrer Kinder verantwortlich sind.

    Der Schule obliegt die Einschätzung, ob der von den Eltern vorgebrachte Grund das Fehlen ihrer Kinder rechtfertigt. Im Krankheitsfall wird in den meisten Fällen kein Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Eltern bestehen. Lediglich bei dem Verdacht auf eine Schulpflichtverletzung sind zusätzliche Schritte vorgesehen, darunter auch die Einforderung eines Ärztlichen Attests.

    Ein weiterer Sonderfall sind bekanntermaßen alle wichtigen Prüfungen sowie Schulstunden in der Oberstufe, die für den bevorstehenden Schulabschluss eingebracht werden müssen. Auch in diesen Fällen kann von der Schule die Vorlage eines Ärztlichen Attests gefordert werden.

    Zusammenfassend möchten wir darum bitten, nur in begründeten Fällen (zum Beispiel häufige Fehlzeiten, Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Eltern, eingeleitetes Absentismus-Verfahren, Abi- relevante Stunden) ein Ärztliches Attest bei krankheitsbedingten Fehlzeiten Ihrer Schüler zu fordern. Dadurch vermeiden Sie bei einem Teil der kurzzeitig erkrankten Kinder den medizinisch nicht nötigen Arztbesuch und ersparen den Eltern die Attest-Kosten.

    Vielen Dank für Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüßen